Null-Bock-Horst - Horst Köhler machte Schluß mit deutschen Tugenden - endlich ein Mann mit dicken Eiern!

Null-Bock-Horst

Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler wollte nicht mehr, zeigte dem 82-Millionen-Land den Stinkefinger, ein genialer Schritt.

Endlich machte einer Schluß mit deutschen Tugenden, wie:

Bescheidenheit, Fleiß, Gehorsam, Härte, Ordnungssinn, Pflichtbewusstsein, Selbstverleugnung, Unterordnung, Zurückhaltung!

"Üb' immer Treu und Redlichkeit bis an dein kühles Grab", gilt nicht mehr!

Danke, Horst!

Jun. 03, 2010 // 03:43 | Comments (0)


Der schwedische Erfolgsautor Henning Mankell über den Sturm der Israelis!

Übernächtig, unrasiert und mit teils geborgten Klamotten – so haben die Israelis Bestseller-Autor Henning Mankell, 62, in Tel Aviv ins Flugzeug gesteckt und zurück nach Europa geschickt.

Der schwedische Krimiautor war an Bord der Gaza-Hilfsflotte, während israelische Elitesoldaten die Friedensflotte stürmten und zehn Aktivisten töteten.

Henning Mankell ist ein Aktivist.

Er kann Fakten präsentieren, aber auch Fakten mit Ressentiments vermischen. Jetzt redete er in Berlin im großen Saal der Berliner Volksbühne über seine Sicht der Ereignisse, die seit Tagen die Weltpolitik in Atem halten.

Ursprünglich wollte Mankell an diesem Tag seinen neuen Krimi “Der Feind im Schatten. Wallanders letzter Fall” (Top-Bestseller in Österreich) diskutieren. Daraus wurde nichts. Es wurde ein politischer Abend, eine Diskussion über die Aktion „Free Gaza”. dessen prominentester Kopf er ist.

Schon zu Beginn der Diskussion war klar: Jetzt steht der politische Aktivist im Mittelpunkt des Interesses, nicht der Autor!

Und Mankell betonte das auch: Er rede als “Augenzeuge”, sagte er. Er berichte nichts, was er nicht selbst gesehen habe: «Ich lüge nicht“, unterstrich er!

Mankell war an Bord der “Sofia”, eines von sechs Schiffen, das mit Hilfsgütern an Bord den Gaza-Streifen anlaufen wollte. Das erste Schiff war die türkische “Mavi Marmara”. Mankell’s Schiff war etwa eine Seemeile von der „Mavi“ entfernt, als der Sturm losging:

«Ich hatte von Mitternacht bis drei Uhr in der Früh eine ruhige Wache geschoben und mich gerade niedergelegt, als jemand kam und sagte, dass etwas in Gang sei. Sie sahen Hubschrauber, Soldaten, die sich abseilten, hörten Schusssalven. Die Flotte befand sich weit außerhalb der israelischen Territorialgewässer“.

Mankel: “Israels Sturm war Piraterie, das war Kidnapping, das war Mord.”

Kurz nach der „Mavi“ wurde auch seine “Sofia” geentert. «Wir waren alle auf der Brücke, sie sagten, wir sollten runter ins Boot. Wenn sich jemand etwas langsam bewegte, wurde er mit Strompistolen angeschossen, das tut fürchterlich weh“ Und: “ Mit “viel zu viel Gewalt” seien die Festnahmen erfolgt, auch wenn ihm selbst nicht bange war: “Ich wusste, dass sie wussten, wer ich bin”

Dass der Konvoi Waffen mitführte, weist Mankell aufs Schärfste zurück. «Die Israelis können schreien, wie sie wollen: das ist Nonsens.»

Auch auf seinem Schiff habe ein maskierter Soldat behauptet, man habe Waffen gefunden, und sie seien alle “Terroristen”: «Und dann zeigte der Idiot die Waffen vor: meinen Rasierhobel und ein Papiermesser aus der Küche.”

Auch als “Diebe” bezichtigt Mankell die Soldaten, denn er büßte bei der Aktion sein Geld, seine Kreditkarten, sein Handy und seinen Computer ein.”

Mankell gesteht aber auch ein: «Ich habe nicht alles gesehen, ich will auch keine Halbwahrheiten verbreiten. Aber: „Unsere Aktion war ein Akt der Solidarität, um die Seeblockade des palästinensischen Gaza-Streifens zu durchbrechen. Auf meiner kleinen Sofia waren keine Waffen, sondern bloß Zement, Baumaterial und Fertigteile geladen.“

Elf Stunden dauerte dann die Fahrt in den Hafen von Aschdod, wo schließlich einer nach dem anderen abgeführt wurde, gefilmt von Kamerateams der israelischen Armee. Auch dies sei, so Mankell, ein Verstoß gegen die Uno-Völkerrechtskonvention für Kriegsgefangene.

Sämtliche Gefangenen wurden vor die Alternative gestellt: “Entweder Deportation oder Ausweisung.” Als Grund für seine Verhaftung wurde ihm die “illegale Einreise nach Israel” genannt.

Bis heute, sagt Mankell, habe er keine Erklärung dafür, warum die Gaza-Flotte, die einen strikt humanitären Auftrag erfüllen sollte, in internationalen Gewässern und ohne Vorwarnung angegriffen worden sei. «Wenn die Israelis uns hätten stoppen wollen, dann hätten sie an der Seegrenze ihres Hoheitsgebiets auf die Schiffsschrauben zielen können, ganz einfach.» So aber habe sich Israel durch sein “dummes Vorgehen” selbst in die Ecke gestellt.

Im Herbst soll eine neue Friedensflotte starten. Mankell wird wieder dabei sein: „Weil der Kampf für unterdrückte Menschen ein Teil meines Lebens ist“.

Jun. 03, 2010 // 23:35 | Comments (0)