Merkel und Westerwelle - der Schwarz-Gelbe-Durchmarsch in Deutschland.
„It’s the economy, stupid“ , hat der frühere US-Präsident Bill Clinton gesagt und gewonnen.
“Wir brauchen kein Wunschkonzert sozialer Wohltaten – wir benötigen eine martwirtschaftlich orientierte Reformkoalition“, haben die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU/CSU) und FDP-Chef Guido Westerwelle gepredigt.
Das neue Traumpaar hat die Wahl in Deutschland gewonnen. Schwarz-Gelb ist da.
Die roten Krieger haben im Endspurt wohl Angst vor ihrer eigenen Courage bekommen. SPD-Chef Frank-Walter Steinmeier ist schlimm abgestraft worden, hat mehr als 10 Prozent verloren, das schlechteste Ergebnis aller Zeiten.
Sehnsucht nach Sicherheit
Die Wähler sind jenen gefolgt, die vor einem rot-rot-grünen Teufel gewarnt haben: „Die Programme von Rot-Rot-Grün, die längst eine Koalition für einen autoritären Umverteilungsstaat vorwegnehmen, sind Untergangsszenarien für ein Land, das sich ehrgeizig den Herausforderungen der Krise stellen will. Die Finanzkrise wird als Vorwand missbraucht, den in allen drei Parteien vorhandenen (und gepflegten) Antikapitalismus möglichst populär unters Volk zu bringen“, hat Ulf Poschardt geschrieben, stellvertretender Chefredakteur der „WELTamSONNTAG“: „Wer dort sein Kreuz macht, obwohl er selbst ökonomisch darunter leiden müsste, folgt einer Tradition des Selbsthasses.“
Diese Wahl ist ein Aufbruch zum Vernünftigen gewesen. Weg vom sozialromantischen Stilwähler, hin zu Pragmatikern.
Die Menschen trauen dem Duo Merkel/Westerwelle einfach mehr Wirtschaftskompetenz zu als einer wilden Farben-Koalition.
Vorallem Angela Merkel, die im Wahlkampf scheinbar Passive, hat Männer und Medien im Griff – die protestantische Pastorentochter aus dem Osten, hat in den vergangenen vier Jahren Deutschland und teilweise sogar Europa so selbstbewusst regiert, dass viele für die CDU stimmten, obwohl sie die Partei gar nicht mögen. Sie haben Merkel gewollt und haben sie wieder bekommen.
Sehnsucht nach Harmonie!
„Es ist klug von ihr gewesen, das konsensuelle Element im Wahlkampf hochzuhalten, obwohl das zu ihren Lasten ging (sie verlor leicht)“, hat die „Süddeutsche“ geschrieben, „es hat ihrer Beliebtheit nicht geschadet, dass sie nicht auf ihre Gegner losging.“
Anders als bei der Nationalratswahl 2006 in Österreich, als der haushohe Favorit Wolfgang Schüssel abgewählt worden ist, weil er sich zu passiv verhalten hat, haben die 62,2 Millionen deutsche Wähler den „Harmonie-Wahlkampf“ Merkels wohltuend empfunden.
Westerwelle's Lebenstraum!
Die Wahl am Sonntag hat die Weichen gestellt. Eine Mehrheit der Deutschen will, dass Angela Merkel das Land weiter regiert. Die Liberalen sind aber die eigentlichen Wahlgewinner. Die FDP hat sich auf das Allzeit-Hoch von rund 15 Prozent verbessert. Für Guido Westerwelle (47) wird damit ein Lebenstraum wahr. Schon im Wahlkampfendspurt ist er in Hochstimmung gewesen, gelöst wie nie, obwohl er ein enorm hohes Risiko gegangen ist: „Es gibt nichts anderes als Schwarz-Gelb“, hat er sich schon früh festgelegt. Die Strategie ist aufgegangen. „Nur Glaubwürdigkeit, nur Standhaftigkeit treiben der FDP die Stimmen zu“, hat er getrommelt. Er hat Recht behalten.
Words:
Tigerentenkoalition. SPD-Absturz.,
Wahlsieger. Angela Merkel. Gudio Westerwelle

Fritz Gamperling
So macht man das: Man drückt den Brandstiftern Fackeln in die Hand und sagt - Bitte löschen.
Jetzt wird der "kleine Mann" dafür bestraft, das er mit seinen Steuergeldern die Banken vor dem Kollaps gerettet hat (gefragt hat ihn aber sowieso niemand) und darf dafür auch noch mit saftigen Steuererhöhungen rechnen. Und diejenigen die diese Krise verursacht haben bekommen Steuererleichterungen - falls sie überhaupt noch Steuern zahlen (aber bitte, die kurbeln ja die Wirtschaft an) - und werden weiter Geld scheffeln und der Boulevard wird schreiben: Schau wie tüchtig!
Da soll mir noch einer sagen, der Souverän - Das Volk, hat immer recht!
28.09.2009 // 12:17 [ Link ]